
Presse
ZürichseeZeitung 24.1.2012



Am kommenden Sonntag
9. Januar wird die Bilder & Objekt-Ausstellung von Véro Straubhaar,
Atelier auf der Bächau, in der GALERIEMATTHYS,
beim Bahnhof Wollerau eröffnet.
Mit
der
Vernissage 1300
– 1700 Uhr öffnet seit 1998 zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit dem
Galeristen- und Künstlerpaar Matthys-Krümmel eine Einzelausstellung von Véro
Straubhaar die Türen.
Bereits vier mal durften die Straubhaar-Werke, vormals im `Künstlerhaus`
in Freienbach, gezeigt werden. Die aktuelle Ausstellung, in den seit einem
Jahr bestehenden, neuen Galerieräumen, wird eine Auswahl der neuesten Bilder
und Objekte der Künstlerin sein.
Véro Straubhaar widmet sich der Malerei, die in mehreren Schichten ermalt wird; ähnlich entstehen
die kleinen Objekte, die Kunstkistchen,
die mit vielerlei Fundstücken aus aller Welt von den Reisen mitgebracht, neu
arrangiert und eingerahmt, ein neues Dasein finden. Auf ihren Reisen entdeckt
Sie unterschiedlichste weggeworfene Dinge, die gesammelt, in einem späteren
Prozess in Kunst verwandelt werden. Diese Objekte dürfen durchaus auch mal
die Komponente des Humors widerspiegeln, was als Gegenpool zur Malerei der Künstlerin
eine freudige Ergänzung mit sich bringt. Manch Kurioses und anders „Art“-iges
in höchst anregendem Arrangement ist darunter zu finden. Neuere Bilder von
Straubhaar haben zwar eine „leichtere“
Farbenwelt gefunden, heller, pastelliger und luftiger kommen Sie uns entgegen,
es sind aber nach wie vor die
vielen Schichten und das, was unter der Oberfläche verborgen liegt, was
die Gemälde spannend und herausfordernd macht. Ein Teil
Ihrer Lebensgeschichte ist die Affinität zum Spirituellen, welches
zunehmend einen prägenden Einfluss auf ihre Kunst ausübt.
Die Künstlerin
hat in der Höfe zum allerersten
Mal 1998 im „Matthys-Künstlerhaus“, damals noch Galerie Blue 22,
ihre Werke gezeigt, in der Folge viele weitere Male. Ihre Arbeiten sind
deshalb mittlerweile sicher vielen Besuchern der regionalen Kunstszene bekannt.
Die Matthys’ sind von Anbeginn an Förderer von Véro Straubhaar und freuen
sich, dass diese langjährige Zusammenarbeit auch vom Publikum geschätzt wird.
Die
neuen Werke zeugen von mehr Mystik, was ihnen vermehrt etwas Geheimnisvolles
verleiht. Die aus der Straubhaar-Malerei bekannten oft unleserlichen
Schriftfragmente werden aktuell etwas dezenter eingesetzt, zeugen aber als
weitere wichtige Bestandteile von der Vielseitigkeit der persönlichen Kunstwelt
und öffnen ein weiteres herausforderndes Tor zur Innenwelt der Künstlerin,
welche sich vom einfühlsamen Betrachter erschliessen oder erahnen lässt; diese
Mystik ist für Véro Straubhaar selbst sehr wichtig und ein Anliegen, dass das
auch für den/die offene/n Betrachter/in auf spannende Weise zu erfahren sein
soll.
Das Publikum wird
eingeladen in Wollerau für einen Monat in die ganz speziellen abstrakten
Bildwelten der „Bächer„ Künstlerin einzutauchen.
Die
Ausstellung mit der Höfner Künstlerin ist der Auftakt zum „Schwyzer
Künstler-Programm 2011“, der Galerie Matthys, welches, im Gegensatz zu
2010, wo Künstler aus den Nachbarkantonen zum Zuge gekommen sind, mit
Hauptaugenmerk 2011 Ausserschwyzer Künstler zeigen wird.
Geöffnet hat
die GALERIEMATTHYS www.galeriematthys.ch
Di-Fr 1330
bis 1730 h
So
1300 bis 1600 h
Die Künstlerin ist auch an
den Sonntagsapéros 16./ 23. & 30.Janaur anwesend.
Dauer
der Ausstellung bis 4.Februar 2011
Vorschau
Februar/März: Urs Traber, Siebnen mit Emre Baykal, Pfäffikon/Siebnen
21.1.2010 Höfner VB & March Anzeiger
Am Samstag, 30. Januar, Beginn 15 Uhr, eröffnen Sabine und Jürg Matthys-Krümmel offiziell ihre neue Galerie an der Fällmisstrasse 2a in Wollerau (vis-à-vis SOB-Bahnhof). Gezeigt werden Werke von zwölf Künstlern von rund um den Zürichsee. Die Auswahl reicht von realistischer bis zu abstrakter Malerei sowie Skulpturen jeglicher Stilrichtungen. Auch das Ehepaar Matthys steuert eigene Werke zur Eröffnungsausstellung bei. Jürg Matthys: «An diesem Wochenende möchten wir die Kunstrichtungen und Künstler vorstellen, die künftig das Programm der Galerie bestreiten werden, sowie unsere neue Dienstleistung, den Bildereinrahmservice, präsentieren.»
Wollerau –
Was Jürg Daniel Matthys im Oktober des vergangenen Jahres ankündigte, ist nun umgesetzt: das Galerie-Projekt. Am 30. Januar eröffnen Matthys und seine Frau Sabine in Wollerau ihre neue Galerie mit Atelier. Und nehmen damit ihre Galeristentätigkeit wieder auf, die sie nach ihrem Wegzug aus Freienbach ins märchlerische Galgenen während zwei Jahren unterbrechen mussten. Hinter Jürg und Sabine Matthys-Krümmel liegen intensive Umbauarbeiten, mit denen sie im November vergangenen Jahres in ihrer neuen Galerie begannen.
Eine intensive Zeit, wie beide sagen. Denn der Raum, in dem bald zeitgenössische Kunst aus dem Kanton Schwyz und von rund um den Zürichsee zu sehen sein wird, war früher Produktionsstätte der WSW Feinblechtechnik, die ihre Zelte in den Höfen abbrach und in der March wieder aufbaute.
«Allein die Putzarbeiten nahmen 14 Tage in Anspruch», so Jürg Matthys. Auch die Ausgestaltung der Galerie mit kleiner Küche, Bar und Sitzecke haben Matthys-Krümmel in Eigenregie bewältigt. Der Arbeitsaufwand hat sich für sie gelohnt. «Mit dem Ergebnis sind wir beide sehr zufrieden», freut sich das Künstlerehepaar. In der Tat, der 140 Quadratmeter grosse und mit vielen Fenstern versehene Raum hat trotz der umfangreichen Umgestaltung den Charakter eines Industrielofts behalten. Auch von der zentralen Lage gleich gegenüber des SOB-Bahnhofs versprechen sich Matthys-Krümmel viel. «Wer im Dorf oder in der Nähe wohnt und uns besuchen will, kann das ganz umweltfreundlich entweder zu Fuss tun oder den öffentlichen Verkehr benutzen», sagt Jürg Matthys.
Matthys hat sich zudem ein kleines Atelier in der Galerie eingerichtet, wo er wieder grossformatige Bilder malen kann. Das sei ihm im Atelier in Galgenen nicht möglich, sagt er. Betont aber, dass seine Frau und er weiterhin in der March wohnen werden, trotz der neuen Galerie in Wollerau.
Jürg und Sabine Matthys freuen sich nicht nur über das Resultat ihrer Anstrengungen. Man merkt es ihnen an, dass Sie dem Galerieeröffnungstermin entgegenfiebern (siehe Box). Sie sind gespannt, wie sich die Dinge entwickeln werden und wie sich das Interesse des Kunstpublikums zeigen wird. Jürg Matthys ist sich bewusst, mit der Eröffnung einer Galerie ein gewisses Risiko einzugehen. Dennoch: «Trotz rezessiver Vorzeichen sind wir guter Dinge, dass es klappen wird.» Er und seine Frau können auf ihre langjährige Erfahrung als Galeristen in Freienbach zurückgreifen. Deshalb liegt erfolgreiches Altbewährtes dem Konzept für die Galerie in Wollerau ebenso zugrunde wie Neues. Jürg Matthys: «Wir möchten wieder lokales-regionales Kunstschaffen im Bereich Malerei und Bildhauerei fördern und präsentieren. Videokunst, Installationen und Fotografie sind aber davon ausgeschlossen.» «Die gefällt uns zwar», so Sabine Matthys-Krümmel, «für diese Kunstrichtungen sind wir aber nicht das richtige Forum.»
Spannende Experimente wollen beide aber auch nicht ausschliessen. Sie seien offen für alles. Wichtig hierfür sei, dass sie vom Künstler und seiner Qualität und Professionalität überzeugt seien. Und: Die Chemie müsse stimmen.
Ihre zukünftigen Galeriebesucher sieht das Ehepaar Matthys in erster Linie nicht als potenzielle Bilderkäufer. Das Publikum sei eingeladen, sich für das Betrachten der Bilder viel Zeit zu nehmen. Ein Kaufzwang bestehe nicht. Im Gegenteil, die Galerie solle auch zu einem Begegnungsort werden, betonen Matthys-Krümmel. Es gebe genug Fast-Food- und Instant- Angebote. «Wir möchten die Nachhaltigkeit fördern.» Deshalb werden sie, wenn Ausstellungen laufen, die Galerie auch an Sonntagen für Besucher öffnen. Dann gibt es als Extra zur Kunst Kaffee und Kuchen.

http://www.schwyzkultur.ch/nachrichten/die-marke-matthys-ist-etabliert-431.html
Unverminderte Schaffenskraft: Jürg Daniel Matthys vor der Staffelei in seinem Atelier in Galgenen. Bild Andreas Feichtinger
Kunst und Design | 23. Oktober 2009
Als Künstler berühmt zu sein, sei a priori nie sein Ziel gewesen, sagt Jürg Matthys. Dass seine Kunst nach 25 Jahren kontinuierlichem Schaffen aber einen beachtlichen Stellenwert erreicht hat, lässt sich nicht leugnen. Zumal Matthys just kurz vor seinem 50. Geburtstag den Verkauf seines verfügbaren Gesamtwerks, insgesamt 80 Bilder, bekannt geben kann. Bis auf die Bilder, die in der Ausstellung in Horgen gezeigt werden, und fünf weitere Werke hat Matthys nach «knallhartem, monatelangem Feilschen» seinen Fundus an einen «erfolgreichen und wohlhabenden Geschäftsmann, ein Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz», verkauft.
Der Kunstsammler, dessen Namen Matthys nicht nennen möchte, hatte früher schon, zuerst anonym, Bilder des Ausserschwyzers erworben. Er hat laut Matthys in der Schweiz eine Liegenschaft gekauft. Er plant, dort und in seiner Heimatstadt ein Kunstmuseum einzurichten. Matthys’ Bilder werden sich dann in allerbester Gesellschaft befinden, denn der Käufer habe zum Teil weltberühmte Künstler, beispielsweise Gottfried Helnwein, in seiner Sammlung. Den «en bloc»-Verkauf der Bilder bezeichnet Matthys als « einen grossen Glücksfall». Finanziell ausgesorgt habe er deswegen zwar nicht, aber die Möglichkeit, das Geld in das regionale Kunstschaffen zu reinvestieren. «Dem Galerieprojekt in Wollerau gibt das den Boden. Es muss selbsttragend werden.»
Galgenen –
«Mit 50 fühle ich mich erstaunlich unerwachsen, aber sonst gut», sagt Jürg Daniel Matthys mit einem leisen Lachen gut drei Wochen vor seinem runden Geburtstag. Den wird der Kunstmaler und Skulpteur am 15. November mit einer ganz speziellen Ausstellung an seinem Geburtsort Horgen feiern. «Zum Dank an mein treues Publikum wird diese Ausstellung auf dem Stäubli-Areal am See für einmal retrospektiv, seesichtig und back to the roots sein», so der Künstler. Er verzichte auf ein Bankett, mache keine Party und kein Rambazamba. Seine Kunst – gezeigt werden in Horgen 50 Bilder und 17 Skulpturen – werde im Vordergrund stehen. Damit bleibt Matthys, der vor zwei Jahren seinen Wohn- und Arbeitsort von Freienbach nach Galgenen verlegte, sich und seiner Linie treu: ein Leben für die Kunst.
Ein Leben, dass laut Matthys oft geprägt war «vom Kampf des Künstlers für Anerkennung und Überleben». Die günstige Situation während der Freienbacher Zeit, wo Atelier, Galerie und Wohnraum unter einem Dach zu finanzierbaren Preisen waren, hätten diesen Kampf einfacher gestaltet. Heute, 25 Jahre nachdem er sich auf den Weg der Kunst begeben habe, sei die «Marke Matthys» etabliert. «Das hat aber seine Zeit gebraucht, bis es so weit war», sagt Matthys. Auf diesem Weg hat er stets am Surrealismus als Stilmittel festgehalten. Das werde auch in Zukunft die Basis für sein Schaffen bleiben. Die Sammler seiner Kunst und das Publikum würden eine Abkehr vermutlich nicht akzeptieren. Auf künstlerische Experimente, «die prägten meine Jugend», muss er nicht zurückgreifen, um sich weiterzuentwickeln. Die Entwicklung seiner Maltechnik werde am Werk ersichtlich. «Indem mans tut, wird man besser», bringt es Matthys auf den Punkt. Und: «Mein Erfahrungsschatz ist in all den Jahren gewachsen. Die Ausdrucksmittel haben sich naturgemäss ständig geändert. Meine Bilder sind in ihrem Gehalt und ihren Aussagen weniger politisch als früher. Ich bringe heute schon etwas mehr Romantik mit ein oder eine Prise Humor.»
Zurücklehnen wird sich Matthys in seinem neuen Lebensabschnitt aber nicht. Dafür hat er zu viele Ideen und Pläne. «Mein Ziel war es immer, das nächste Projekt, die nächste Ausstellung zu realisieren, ob kurzfristig, mittel- oder langfristig. Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung», so Matthys. Dabei bleibe es auch nach seinem 50. Geburtstag. Er fände es schön, die Kontinuität der letzten Jahre fortsetzen zu können.
In Angriff genommen hat Matthys bereits ein Projekt, das ihn und seine Frau Sabine bald wieder öfters in die Höfe bringen wird. Das Künstlerehepaar, Sabine Matthys-Krümmel ist ebenfalls Kunstmalerin, wird im kommenden Jahr in Wollerau die «Galerie und Atelier Matthys» eröffnen. Damit nehmen Matthys-Krümmel ihre Galeristentätigkeit, die seit dem Wegzug aus Freienbach brach gelegen hatte, wieder auf. Laut Matthys wird die Galerie auch einen Einrahmservice mit überschaubarem Sortiment anbieten. Mit dem Anmieten der Räumlichkeit auf dem ehemaligen Areal der WSW Feinblechtechnik beim SOB-Bahnhof schlägt das Ehepaar Matthys gleich mehrere Fliegen auf einen Streich. Einerseits soll wie in Matthys’ früherem Künstlerhaus in Freienbach Künstlern von rund um den See die Gelegenheit geboten werden, unter professioneller Betreuung auszustellen. Andererseits wird Jürg Matthys in einem kleinen, der Galerie angeschlossenen Atelier vor allem grossformatige Werke malen. «Mein Atelier in Galgenen ist dafür nicht geeignet», erklärt er. In Wollerau wird zudem der gesamte Bestand der künstlerischen Arbeiten des Ehepaars deponiert, allerdings nicht permanent präsentiert. Die Rückkehr in den Bezirk Höfe beschränke sich aber auf die Galeristentätigkeit. «In Galgenen haben meine Frau und ich echte Lebensqualität gefunden », betont er.
Ziel ist es, Anfang 2010 mit einer Ausstellung die neue Galerie zu eröffnen. «An der ersten Ausstellung werden die Werke von Künstlern zu sehen sein, die seit Jahren mit uns in Freundschaft verbunden sind», verrät Matthys. Diese Ausstellung solle bereits ein erster Hinweis auf das zukünftige Programm der Galerie sein. Matthys bezeichnet das Galerieprojekt als «ehrgeizig und als neuen Abschnitt im Leben meiner Frau und mir». Dass ein gewisses Risiko dabei sei, sei ihm durchaus bewusst. Denn Rezession und drohendes Galeriensterben seien eigentlich nicht die besten Vorzeichen. Dennoch: «Mit der Eröffnung der Galerie in Wollerau investieren wir antizyklisch», so Matthys. «Wir möchten Kunst und Kultur dem Publikum näher bringen. Ich weiss, dass es schwer wird, aber es lohnt sich.»